Home > Info > Waldorfpädagogik > Unterstufe
PDF Drucken E-Mail

1. und 2.  KlasseDas bewegte Klassenzimmer

Wer Kinder im Einschulungsalter beobachtet, sieht zuerst, wie groß ihr Drang nach Bewegung ist. Es erscheint nicht übertrieben, von einem Bewegungswesen zu sprechen.

Entsprechend finden Ihre Kinder den Einstieg in das Schulleben über das "bewegte Klassenzimmer". Mit den beweglichen Bänken wird der Klassenraum täglich neu gestaltet und verwandelt. In der Bewegung erschließt sich das eigentliche Tun, es fordert und fördert alle Sinne und schließlich auch das soziale Miteinander.

Wandtafel erste Klasse

Zu Beginn der Schulzeit wird eine intensive und innige Beziehung des Schulkindes zur Klassenlehrerin oder zum Klassenlehrer aufgebaut. Sie/er ist den ganzen Vormittag präsent, im Haupt- sowie auch im Fachunterricht (hier allerdings mehr im Hintergrund).

 

Der Schultag beginnt und endet im Kreis, der aus den Schulbänken gebildet wird.


3. Klasse

In dieser Altersstufe beginnt die kindliche Nachahmungsfähigkeit nachzulassen. Stattdessen fangen die Kinder nun an, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Diese Wandlung wird im Unterricht z. B. durch den praktischen Weg "vom Korn zum Brot" aufgegriffen. Die Kinder lernen den ganzen Weg kennen, der von der Aussaat auf dem schuleigenen Feld über die Ernte des Korns, das Dreschen der Ähren, das Mahlen des Korns, die Zubereitung des Teiges und das Backen schließlich zum Verzehr eines Brotes führt.

Hausbauepoche (3. Klasse)

Die Dinge unseres alltäglichen Lebens werden in ihrer Entstehung untersucht und erlebt. Ein weiteres Beispiel hierfür liefert die Handwerks- und Hausbauepoche, die auch über den Weg einer praktischen Arbeit führt.

Auch im Rechnen ist der Bezug zum täglichen Leben wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Es geht um Geld, Maße und Gewichte.

 


4. Klasse

Der pädagogische Schlüssel zur 4. Klasse liegt im Bruchrechnen. Das Kind erlebt sich nun nicht mehr als Ganzes in der Welt, sondern die Welt "zerfällt" in verschiedene Teilbereiche. Nun muss das Kind seinen Platz als Teil im Ganzen finden.

Auch die Menschen- und Tierkunde, die Sprachlehre (mit den Wortarten, Satzgliedern, Zeiten), die Heimatkunde und letztlich sogar die Flechtepoche tragen dieser Entwicklung Rechnung.